Mit der betrieblichen Sperrung der Eifelquerbahn zum Jahresende 2012 endeten auch die seit 2001 durchgeführten Freizeitverkehre sowie die Bedienung der Güterverkehrspunkte in Ulmen, Daun und Pelm.

Einer der Hauptgründe für die betriebliche Sperrung war die fehlende Finanzierung der nötigen Sanierungsmaßnahmen im Abschnitt Gerolstein – Daun, welche sich aufgrund der in den vergangenen Jahrzehnten ausgebliebenen Investitionen mittlerweile auf mehrere Millionen Euro beliefen.

 

Kyllbrücke bei Pelm

Darüber hinaus stiegen die geschätzten Kosten für eine zunächst angestrebte vollumfängliche Reaktivierung der Eifelquerbahn  im ganzjährigen Personennahverkehr (SPNV), laut des letzten Gutachtens aus dem Jahr 2009, von anfänglich 13 auf zuletzt 40 Millionen Euro.

Als kostengünstigere Alternative wurde daraufhin durch das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz ein Gutachten zur Reaktivierung der Eifelquerbahn für touristische Verkehre in Auftrag gegeben, welches im Jahr 2014 an den Auftraggeber übergeben wurde.

Die dabei ermittelten Kosten beliefen sich auf insgesamt 24 Millionen Euro. Zusätzlich wurde eine Potenzial-Analyse durch die Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH für den Betrieb der Eifelquerbahn für touristische Verkehre beauftragt, welche im Jahr 2016 fertiggestellt und übergeben wurde.

 

Auf Basis aller vorliegenden Informationen wurde von Seiten der Mitglieder des Arbeitskreis Eifelquerbahn, den Verbandsgemeinden Daun, Gerolstein, Kaisersesch, Kelberg und Ulmen sowie den Landkreisen Cochem-Zell und Vulkaneifel, der Beschluss gefasst, die Strecke nicht für touristische Verkehre zu reaktivieren, sondern stattdessen auf eine Reaktivierung im Regel-SPNV zu setzen. Hierzu verabschiedeten die kommunalen Gebietskörperschaften im Herbst 2017 eine gemeinsame Resolution, in der das Land Rheinland-Pfalz dazu aufgefordert wurde, die Eifelquerbahn für den SPNV zu reaktivieren. Diese Forderung wurde von Seiten des Landes abgelehnt.

Im Januar 2019 erfolgte dann die Ausschreibung zur Abgabe der Strecke durch die DB Netz AG (Eigentümer) und die Vulkan-Eifel-Bahn (letzter Pächter). Kurz nach Bekanntwerden der Ausschreibung liefen die ersten Planungen zur Gründung eines Vereins zum Erhalt der Eifelquerbahn an. Nur einen Tag nach Bekanntmachung dieser Pläne und mitten im laufenden Ausschreibungsverfahren verabschiedete der Dauner Kreistag einen Beschluss die Eifelquerbahn erwerben zu wollen und auf der Trasse einen Radweg errichten zu wollen.