Daun-Rengen (März 2019)

Während auf der Eifelquerbahn im Abschnitt Andernach – Mayen – Kaisersesch ein gutausgebautes Nahverkehrsangebot besteht, ruht seit dem Jahr 2013 der Verkehr auf dem Abschnitt Kaiersesch – Ulmen – Daun – Gerolstein. Nach 12 Jahren mit einem saisonalen Touristikangebot wurde die Strecke zum 31.12.2012 betrieblich gesperrt.

 

In den folgenden Jahren wurden verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben, die einen Betrieb im öffentlichen Personennahverkehr sowie für touristische Fahrten untersuchten. Während dieser Zeit wurde die Strecke weitestgehend sich selbst überlassen und immer weiter von der Natur zurückerobert.

 

Der Eifelquerbahn e.V. setzt sich für die Reaktivierung der Eifelquerbahn von Kaisersesch über Ulmen und Daun bis nach Gerolstein ein. Hierzu war ursprünglich geplant, in einem ersten Schritt den Betrieb zwischen Daun und Kaisersesch zeitnah wieder aufzunehmen, da der Infrastrukturzustand hier deutlich besser ist als im Abschnitt Gerolstein – Daun. So wurde erst im Jahr 2008 der 15 Kilometer lange Abschnitt Kaisersesch – Ulmen umfangreich saniert, wobei hier auf einer Länge von 7 Kilometern die Strecke komplett erneuert wurde.

 

Sanierter Streckenteil Kaisersesch – Ulmen (Oktober 2018)

Über Kaisersesch besteht ein Anschluss nach Mayen und Andernach, sowie über die linke Rheinstrecke weiter nach Köln und Koblenz. Umgekehrt besteht die Möglichkeit einer direkten Verkehrsanbindung dieser Gebiete in das Herz der Vulkaneifel. Die Städte Ulmen und Daun bieten verschiedenste Naherholungsmöglichkeiten, sowie z.B. die zahlreichen Maare oder den Maare-Mosel-Radweg von Daun über Wittlich bis nach Bernkastel-Kues. Auch zahlreiche Veranstaltungen in beiden Städten locken jedes Jahr wieder eine Vielzahl von Besuchern an.

 

Mit der im November 2019 vom Bundeskabinett verabschiedeten Novelle des Gemeindefinanzierungsgesetzes wurden nicht nur die Mittel für den ÖPNV betreffende Maßnahmen deutlich aufgestockt, es wurde darüber hinaus auch der Förderbereich erweitert. So können neuerdings die Mittel nicht nur für Neu- und Ausbaumaßnahmen, sondern auch für Reaktivierungsvorhaben eingesetzt werden. Anstatt bisher erst ab 50 Mio. €, werden nun auch Projekte ab einen Volumen von 10 Mio. € gefördert.

 

Durch diese aktuellen Entwicklungen im Rahmen der anstehenden Verkehrswende haben sich auch unsere kurz- und mittelfristigen Ziele geändert. Zur Erreichung der nachfolgenden Ziele suchen wir weitere Mitstreiter die uns als Fördermitglieder oder aktiv bei der Umsetzung unterstützen:

 

  • Erhalt der gesamten Infrastruktur der Eifelquerbahn im Abschnitt Mayen (Ost) – Kaisersesch – Ulmen – Daun – Gerolstein
  • Aktive Unterstützung der nötigen Maßnahmen zur Reaktivierung der Eifelquerbahn
  • Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

 

Alle natürlichen und juristischen Personen sind zur Mitgliedschaft und Mitarbeit im Verein eingeladen – wir brauchen jede Unterstützung. Wichtig ist uns aber die Unabhängigkeit von Eisenbahnunternehmen. Wir treten nicht an, um ein bestimmtes Eisenbahnunternehmen zu unterstützen, sondern für den Erhalt der Eifelquerbahn: Wer auch immer sie zukünftig betreiben wird.