Das Umweltministerium des Landes Rheinland-Pfalz hat einen „Online-Dialog zur Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts Rheinland-Pfalz“ gestartet. Auf der Plattform http://www.machmit-klimaschutzkonzept-rlp.de können alle Bürgerinnen und Bürger Maßnahmen einreichen und bewerten, die im Rahmen des Klimaschutzkonzepts zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen könnten.

In diesem Rahmen haben wir die Reaktivierung der Eifelquerbahn von Kaisersesch nach Gerolstein eingereicht. Wir haben damit eine große Chance, dem Ministerium die Bedeutung der Eifelquerbahn für die Region und den Klimaschutz näher zu bringen. Es gilt nun in den verbleibenden 35 Tagen so viele Stimmen und Argumente wie möglich für eine Reaktivierung der Eifelquerbahn zu sammeln.


Um mitzumachen bedarf es nur einer kurzen und einfachen Registrierung mit Email-Adresse und Benutzernamen, und schon kann man seine Stimme abgeben. Hierbei besteht die Möglichkeit, seine Entscheidung mit einem Kommentar zu begründen.
Mitmachen kann wirklich jeder, egal ob aus Rheinland-Pfalz oder einem anderen Bundesland. Die Reaktivierung der Eifelquerbahn ist unter dem folgenden Link direkt zu erreichen:

https://www.machmit-klimaschutzkonzept-rlp.de/dialoge/verkehr#href=%2Fdialoge%2Fverkehr%2Freaktivierung-der-eifelquerbahn-von-kaisersesch-nach-gerolstein&container=%23main-content

Hier können wir alle mit ein paar Minuten unserer Zeit ein Zeichen für eine Reaktivierung der Eifelquerbahn und eine nachhaltige Verkehrspolitik setzen.

Am 11.07.2019 berichtete der SWR in der Sendung Zur Sache Rheinland-Pfalz über die Eifelquerbahn.

Von einem handfesten Streit würden wir allerdings nicht reden. Wir sehen es hier wie Bürgermeister Albert Jung aus Kaisersesch. Das Ziel muss eine Reaktivierung der Eifelquerbahn im regulären SPNV sein.

Mit dem von den Kommunen geplanten Radweg wird diese Möglichkeit allerdings für immer verbaut, da die Strecke nach einer Entwidmung nicht mehr als Eisenbahnstrecke genutzt werden kann.

Sehr geehrter Herr Rühle,

sie stellen in Ihrem Artikel vom 19. Juni 2019 die Frage, warum die Reaktivierung der Eifelquerbahn nun doch möglich sein soll, obwohl sich anscheinend nichts an der Ausgangslage geändert habe.

Aber ist es wirklich so, dass sich nichts an der Ausgangslage geändert hat? Diese Frage würde ich mit einem klaren „Nein“ beantworten, und zwar aus folgenden Gründen:

Wie in jeder Berichterstattung zur Eifelquerbahn werden auch hier als Begründung für die Nicht-Reaktivierung die veranschlagten Kosten der beiden Gutachten genannt. Zum einen ist dies das BPB Gutachten zur Reaktivierung im SPNV, in welchem von Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro gesprochen wird. Als kleine Lösung wurde dann die Reaktivierung für touristische Verkehre durch StadtLandBahn (SLB) untersucht, hier werden die Kosten mit 24 Millionen Euro angegeben.

Beide Gutachten liegen dem Eifelquerbahn e.V. mittlerweile als Kopie vor. Auf Basis dieser Informationen müssen die angegebenen Kosten zur Reaktivierung im SPNV stark in Zweifel gezogen werden. Hierzu möchte ich das Gutachten von StadtLandBahn zitieren:

  • BPB hat eine vollständige Erneuerung des Oberbaus mit altbrauchbaren Stoffen geplant und das Bodengutachten war auf diesen neuen Oberbau hin ausgelegt. Eine Rückfrage beim damals beauftragten Bodengutachter (Telefonat vom 11.12.2013) hat ergeben, dass BPB die Standards für den Regel-SPNV zu hoch angesetzt hat.
  • Die Planung von BPB ging von 41 technisch zu sichernden Bü aus. Die Kosten dafür liegen bei 5.1749467,-€. Einige Bü davon sind bereits technisch gesichert, jedoch ist die Sicherungstechnik zu erneuern.
    Dieser Aufwand ist insbesondere unter Beachtung der vorhandenen Verkehrsmengen deutlich zu hoch angesetzt. Die hohe Investition in eine technische Sicherung ist für die meisten Bü – insbesondere mit Wirtschaftswegen – nicht zu rechtfertigen.
  • Zitat BPB: “Die gesamte Gleisanlage hinterlässt optisch einen qualitativ schlechten Eindruck und assoziiert einen hohen Instandhaltungsrückstand. Dieser Eindruck wird durch die lückenhafte und in Teilen überalterte Aktenlage im Hinblick auf Inspektionspläne, Inspektionsberichte, Messdokumentationen etc. gefestigt”.
    Dazu SLB: “Die Befahrung der Strecke am 20.11.2013 ergab ein im Vergleich zum Eindruck aus dem von BPB im Jahr 2012 angefertigten Gutachten relativ gutes Gesamtbild, auch wenn die Begutachtung nur stichprobenweise erfolgen konnte.”

Alleine diese Aussagen lassen starke Zweifel an der Korrektheit der im Gutachten zur Reaktivierung im SPNV angegebenen Kosten aufkommen.

Wenn man sich dann das StadtLandBahn Gutachten im Detail anschaut, findet man hier ebenfalls einige Punkte, die die genannten Zahlen in einem anderen Licht erscheinen lassen:

  • Die Kosten für Infrastrukturmaßnahmen werden in der Regel, wie auch beim BPB Gutachten der Fall, als Nettopreise angegeben. Immer wenn vom StadtLandBahn Gutachten die Rede ist, werden hier fälschlicherweise die Bruttokosten genannt. Bei den Nettokosten reden wir über Kosten von 20,4 Millionen Euro.
  • Das StadtLandBahn Gutachten enthält insgesamt Kosten in Höhe von ca. 6 Millionen Euro, die als Risikoposition vorsorglich eingerechnet wurden, oder „Nice-to-have“-Optionen die für einen Betrieb von Vorteil, aber nicht nötig wären.
  • Die Kosten für Vegetationsarbeiten werden mit mehr als 1 Millionen Euro angegeben. Diese Maßnahmen könnten im Rahmen einer Reaktivierung durch die aktiven Mitglieder des Eifelquerbahn e.V. erbracht werden.
  • Das Gutachten versucht alle möglichen Eventualitäten abzudecken, die bei einem Betrieb innerhalb von 15 Jahren auftreten könnten, um so die Unterhaltungskosten für mindestens die nächsten 15 Jahre auf ein absolutes Minimum senken zu können.

Des Weiteren schreiben Sie auch, dass der Vorschlag einer Reaktivierung des Abschnitts Kaisersesch – Ulmen aus Kostengründen abgelehnt wurde. Laut den uns vorliegenden Informationen hat es nie eine gesonderte Kostenermittlung für eine abschnittsweise Reaktivierung gegeben.

Die Kosten in Höhe von 1 Millionen Euro zur Wiederinbetriebnahme der Strecke sind keine Behauptung, sondern den uns vorliegenden Unterlagen, die im Rahmen der Ausschreibung der Strecke durch die Vulkan Eifel Bahn und die DB Netz veröffentlicht wurden, zu entnehmen.

Es stellt sich auf die Frage, wieso die veranschlagten ca. 20 Millionen Euro (netto) für eine Reaktivierung der Eifelquerbahn „weggeworfenes Geld“ sein sollen, aber die genannten 15-20 Millionen Euro für den Bau eines Radweges hier besser angelegt sind? Wenn die Kommunen nun bereit sind, diese Summe für eine touristische Nutzung der Eifelquerbahn zu investieren, so sollte dies sinnvollerweise für eine Wiederaufnahme des Bahnbetriebs sein.

Auch bemängeln Sie die Kostenbeteiligung in Höhe von 15% durch die Kommunen. Im Falle eines Radwegebaus würden die Kommunen aber ebenfalls an den Kosten beteiligt und müssten für die Instandhaltung aufkommen.

Abschließend noch ein ganz wichtiger Punkt. Alle Maßnahmen die im Rahmen einer Reaktivierung für touristische Verkehre umgesetzt werden, sind auch für eine spätere Reaktivierung im SPNV erforderlich. Dies bedeutet, dass die Kosten für eine spätere Reaktivierung im SPNV deutlich niedriger liegen werden und man mit einem NKU-Faktor von > 1 rechnen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Jens Wießner
Vorsitzender Eifelquerbahn e.V.

Getreu dem Motto „Daun spielt!“ machten viele junge Besucher von der Möglichkeit Gebrauch, eine Runde mit der Modellbahnanlage am Stand zu spielen, wohin gegen die „älteren“ die Chance nutzten, sich anhand des Infomaterials und in persönlichen Gesprächen über die Eifelquerbahn und den Verein zu informieren. In zahlreichen Gesprächen mit Besuchern aus dem In- und Ausland merkte man, welch hohen Stellenwert die Eifelquerbahn noch heute bei den Menschen besitzt. Positiv überrascht reagierten die Menschen nach dem Stillstand der vergangenen Jahre auf die Informationen bezüglich des Interesses von 2 etablierten und erfahrenen Bahnunternehmen an der Eifelquerbahn. Hier sehen wir es als Verein als eine unsere Aufgaben an, die Menschen über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Neben den vielen glücklichen Kinderaugen können wir uns auch über neue Mitglieder freuen. So machten einige der Besucher von der Möglichkeit Gebrauch, direkt am Stand dem Verein beizutreten. Auch hier zeigte sich, welche Bedeutung die Eifelquerbahn weit über die Region Vulkaneifel hinaus besitzt.

Dass es hier natürlich andere Meinungen und auch die die ein oder andere kritische Stimme gibt, ist vollkommen normal und wichtig. Wir sehen dies auch als Chance, um den Menschen unseren Standpunkt einmal darlegen zu können und mit ihnen in eine offene und sachliche Diskussion zu gehen.

Der Eifelquerbahn e.V. steht gerne für einen offenen und sachlichen Dialog zur Verfügung. In einem vernünftigen und respektvollen Miteinander sehen wir die größte Chance, gemeinschaftlich einen positiven Beitrag für die Entwicklung der Region Vulkaneifel zu leisten.

Astrid Schmitt (SPD) lädt zum Fachgespräch

Leider sind bisher alle Bemühungen zur Reaktierung der Eifelquerbahn zwischen Kaisersesch und Gerolstein gescheitert. Inzwischen wurde seitens der Vulkan-Eifel-Bahn (VEB) und der DB Netz AG ein Verfahren zur „Übernahme der Infrastruktur durch Dritte“ nach §11 AEG (Stillegungsververfahren) eingeleitet. Nach heutigem Stand gibt es zwei Interessenten für die Strecke. Gleichzeitig will der Bund insbesondere zur Erreichung des Klimaschutzziels 2030 erhebliche zusätzliche Mittel in die Schieneninfrastruktur investieren. “Vor diesem Hintergrund hat der VDV (Verband der Verkehrsunternehmen e.V.) die Eifelquerbahn als ein besonders zu förderndes Projekt beim Bund gemeldet”, so die SPD-Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt.

Nach den Mehrheitsbeschlüssen der anliegenden Kreise und Verbandsgemeinden, die Trasse zu kaufen und einen Radweg zu bauen, sollen zukünftig statt Zügen Fahrräder auf der Eifelquerbahn rollen. Astrid Schmitt: “Dies wäre vor dem Hintergrund der aktuellen verkehrs- und klimapolitischen Debatten, auch mit Blick auf die kommenden Generationen, ein schwerwiegender Schritt. Auch der ländliche Raum sollte auf die Mobilitätswende vorbereitet sein. Die reaktivierte Eifelquerbahn könnte hier zu einer wichtigen Alternative für den Individual- und Schienengüterverkehr werden.

Daher lade ich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich zu einem Fachgespräch „Zukunft der Eifelquerbahn“ am

3. Juni 2019 um 19:00 Uhr in das Forum Daun, Leopoldstraße 4 in 54550 Daun ein.“

Im Mittelpunkt wird ein Impulsreferat von Dr. jur. Martin Henke, Geschäftsführer Eisenbahnverkehr im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) zu „Perspektiven der Reaktivierung von Bahnstrecken“ stehen.

“Ich würde mich freuen, viele Bürgerinnen und Bürger bei der Veranstaltung zu diesem wichtigen Zukunftsthema für unsere Region begrüßen zu können”, so Astrid Schmitt.

Unweit des an der Eifelquerbahn gelegenen Bahnhof Ulmen thront über dem Ulmener Maar die Kreuzritterburg, Ausgangspunkt des Wanderwegs „Im Tal der wilden Endert“.

Die Fachzeitschrift Wandermagazin kürt jährlich „Deutschlands schönsten Wanderweg“ in den Kategorien „Tagestour“ und „Weitwanderweg“.

Der Wanderweg „Im Tal der wilden Endert“ ist in diesem Jahr als einer von 14 Kandidaten in der Kategorie „Tagestouren“ nominiert worden. Von Ulmen aus führt der Wanderweg vorbei am Kloster Martental und zahlreichen alten Mühlen hinab bis an die Mosel nach Cochem.

Wir als Verein unterstützen den Aufruf der Verbandsgemeinde Ulmen zur Stimmabgabe für die Wilde Endert. Wir würden uns freuen, wenn die Auszeichnung für den schönsten Wanderweg Deutschlands in diesem Jahr in die Vulkaneifel geht.

Die Stimmabgabe ist noch bis zum 30.06.2019 unter folgender Adresse möglich:

https://wandermagazin.de/wahlstudio

Aktuell sind fast täglich Meldungen aus den Landkreisen und Verbandsgemeinden in der Presse zu lesen, dass diese sich für den Kauf und Abbau der Eifelquerbahn sowie der Errichtung eines Radweges auf der Strecke aussprechen.

Hierbei wird häufig der Eindruck erweckt, dass mit den Beschlüssen die notwendigen Voraussetzungen für den Bau des Radweges bereits geschaffen wären.

Dies ist allerdings nicht der Fall. Für den Bau eines Radwegs wären folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Es findet sich in dem aktuell laufenden Verfahren tatsächlich kein neuer Infrastrukturbetreiber und die Strecke wird formal stillgelegt.
  • Im Anschluss wird das sog. Entwidmungsverfahren erfolgreich durchgeführt, welches die Streckengrundstücke aus dem Eisenbahn-Fachplanungsrecht in die kommunale Planungshoheit überführt. Hierzu sind hohe Hürden zu überwinden, z.B. ist nachzuweisen, dass aktuell und zukünftig mit keinerlei Verkehrsbedürfnissen im Eisenbahnverkehr zu rechnen ist. Allein der gültige Reaktivierungsbeschluss für den SPNV steht dem bereits entgegen.
  • Ohne Entwidmung wäre theoretisch zwar auch ein Radwegebau möglich, die Kommunen riskieren aber jederzeit, dass sie die Strecke zwar gekauft, letztlich aber einem Bahnbetreiber zur Verfügung stellen müssen (vgl. Gerichtsentscheidungen rund um die Wiehltalbahn).
  • Die Kreise erhalten tatsächlich eine hohe Förderung und eine haushaltstechnische Genehmigung der ADD zum Bau des Radweges, die bislang für den Kauf der Strecke zur Eisenbahnbetriebszwecke stets versagt worden war.

 

Wie man sieht ist die die Lage auch nach den Kreistagsbeschlüssen nicht so eindeutig, wie dies vielfach dargestellt wird.

 

Wir freuen uns sehr den Verkehrsverein Ulmen e.V. als aktiven Unterstützer unserer Bemühungen zum Erhalt der Eifelquerbahn gewinnen zu können. Schon früher engagierte sich der Verkehrsverein für die Eifelquerbahn und hat z.B. die Gäste, die Ulmen in den Sommermonaten mit dem Dampfzug besuchten, in Empfang genommen.

Mit der Verkehrsverein Ulmen erreichen wir so die Menschen die vom Erhalt der Eifelquerbahn direkt profitieren, die Einwohner Ulmens sowie die zahlreichen Touristen die Ulmen und seine herrliche Umgebung als Ausflugs- oder Reiseziel gewählt haben.

Unser aktueller Flyer liegt auch am kommenden Sonntag beim Ulmener Ostermarkt an vielen Marktständen aus. Darüber hinaus ist er auch über die Touristinfo und bei vielen Ulmener Gewerbetreibenden zu finden.

 

Unser Flyer ist da – Ihr wollt uns unterstützen und habt ein eigenes Geschäft, einen guten Draht zum lokalen Einzelhandel oder sonstige Möglichkeit die Flyer im Raum Mayen, Kaisersesch, Ulmen, Daun oder Gerolstein an geeigneten Plätzen auszulegen. Dann meldet euch bei uns, wir freuen uns über eure Unterstützung um unsere Vereinspläne bekannter zu machen.

 

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