Im Rahmen der aktuellen Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße 1 (K1) zwischen Ulmen und Höchstberg wird derzeit auch der Bahnübergang der Eifelquerbahn am Ortseingang von Ulmen modernisiert. Die Maßnahme wird im Auftrag des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz durchgeführt. Da die K1 für diese Arbeiten aktuell voll gesperrt ist, wird die Zeit genutzt, um die Infrastruktur grundlegend zu erneuern.

Fokus auf Reaktivierbarkeit

Da der Streckenabschnitt derzeit stillgelegt ist, erfolgt die Sanierung des Bahnübergangs in einer einfachen, asphaltierten Ausführung. Für uns als Eifelquerbahn e. V. ist es in solchen Fällen von entscheidender Bedeutung, dass keine baulichen Fakten geschaffen werden, die einer künftigen Reaktivierung der Strecke im Wege stehen könnten.

Rückversicherung bei der DB InfraGO AG

In der Vergangenheit gab es bei ähnlichen Maßnahmen (etwa in Laubach) Probleme, da die für den Schienenverkehr essenziellen Spurrillen nicht wiederhergestellt wurden. Um dies in Ulmen zu verhindern, haben wir uns bereits im Vorfeld der Bauarbeiten mit der Streckeneigentümerin, der DB InfraGO AG, in Verbindung gesetzt.

Die DB InfraGO AG hat uns auf Nachfrage Mitte Januar erneut schriftlich bestätigt, dass die Spurrillen noch vor Abschluss der Gesamtsanierung wiederhergestellt werden. Damit ist sichergestellt, dass der Bahnübergang vollumfänglich in seiner Funktion erhalten bleibt.

Weitere Abschnitte nicht betroffen

Die weiteren Bahnübergänge im Zuge der K1 in Richtung Höchstberg sind von den aktuellen Sanierungsmaßnahmen nicht betroffen. Wir werden den weiteren Fortlauf der Arbeiten am Ortseingang Ulmen weiterhin kritisch und konstruktiv begleiten, um sicherzustellen, dass die Interessen einer modernen Schieneninfrastruktur gewahrt bleiben.

An 08. November haben wir uns die rund 300 Meter lange Steigung zwischen der Schützenhalle und dem Waldsportplatz vorgenommen. Anstatt des angekündigten Nebels gab es fast den ganzen Tag Sonnenschein.

Weiter geht es am 22. November ab 09:30 Uhr Waldsportplatz in Kaisersesch.

Vorher

Nachher

Nach dem Ende der Vegetationsperiode gab es Ende Oktober einige kleinere Arbeitseinsätze am Industriestammgleis in Kaisersesch. Über den Sommer hatte sich die Vegetation im Gleisbereich wieder ordentlich ausgebreitet. Der erste Abschnitt bis zur Schützenhalle wurde nun wieder vollständig freigeschnitten.

Weiter geht es am 08. November ab 09:30 Uhr an der Schützenhalle in Kaisersesch.

Zustand Anfang Oktober

Zustand Ende Oktober

Am 04. und 05. Oktober 2025 präsentiert die Modellbahn AG der Dorfakademie Hambuch e. V. im Bahnhof Engeln ihren H0-Nachbau der Eifelquerbahn mit Original-Nachbau des Bahnhofs Darscheid.

Die Anreise ist bequem mit der Brohltalbahn ab Bahnhof Brohl B.E. möglich. An beiden Tagen verkehrt die Brohltalbahn je viermal von Brohl nach Engeln und zurück. Ein besonderes Highlight ist dabei der Dampflokbetrieb auf der Steilstrecke hinauf bis Engeln. Nähere Informationen zum Fahrplan unter https://vulkan-express.de/die-brohltalbahn/aktuelles/454-steilstreckendampf-weinfest-am-4-5-oktober

Zum Abschluss der diesjährigen Freischneidesaison am Industriestammgleis Kaisersesch einige Vergleichsbilder vom Sommer 2022 und Februar 2025.

Nachdem die Vulkan-Eifel-Bahn vom 14. bis 18. Januar 2022 ihre hochwassergeschädigten Fahrzeuge über die Eifelquerbahn abtransportieren konnte, begannen am 21. Januar 2022 die Evakuierungsfahrten für die vier in Gerolstein gestrandeten Alstom LINT der DB Regio NRW.

Von Kaisersesch aus machten sich am frühen Morgen des 21. Januar die DE 18 und V60 von RailAdventure mit ihren Brems- und Kupplungsadapterwagen auf den Weg nach Gerolstein. Nach der Ankunft in Gerolstein wurde sofort mit dem Rangieren der ersten beiden Triebwagen begonnen. Am 22. Januar kurz nach 9 Uhr startete der rund 350 Meter lange Zug mit den beiden LINT 620 034 und 620 036 in Richtung Kaisersesch, eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe. Für die rund 52 Kilometer lange Strecke von Gerolstein nach Kaisersesch wurden knapp 6 Stunden benötigt. Am späten Abend ging es weiter in Richtung Andernach. Nach dem Abstellen der beiden Triebwagen ging es in der Nacht direkt wieder nach Kaisersesch hinauf.

Gegen 9.30 Uhr am 23. Januar ging es dann wieder zurück nach Gerolstein. Im Gepäck waren diesmal noch zwei Wagen für die Vulkan-Eifel-Bahn, die im Bahnhof Gerolstein übergeben wurden. Am Montag, den 24. Januar 2022 ging es dann mit 620 004 und 620 018 im Schlepp ein letztes Mal von Gerolstein nach Kaisersesch.

Trotz des nach wie vor bestehenden Bedarfs an einer zuverlässigen Anbindung Gerolsteins an das Schienennetz sperrte die Deutsche Bahn die Eifelquerbahn bereits einen Tag später und lehnt seitdem eine weitere Nutzung der Eifelquerbahn ab.

Ein halbes Jahr nach der Hochwasserkatastrophe vom 14. Juli 2021 begannen in Kaisersesch die Überführungsfahrten zur Bergung mehrerer in Gerolstein gestrandeter Fahrzeuge über die Eifelquerbahn. Die erst im Februar 2021 offiziell stillgelegte Eifelquerbahn wurde dazu im Vorfeld von der DB Netz AG (heute DB InfraGO AG) komplett freigeschnitten und für eine sichere Überführung instandgesetzt, da eine schnelle Bergung über die Eifelstrecke Köln – Trier aufgrund der massiven Zerstörungen nicht möglich war. Neben den Fahrzeugen der DB Regio AG, die wie die DB Netz AG zum Deutsche Bahn Konzern gehört, galt es auch mehrere Rheingold-Wagen der AKE-Eisenbahntouristik in die Werkstatt zu überführen.

Anlässlich des dreijährigen Jubiläums der Überführungsfahrten blicken wir heute auf die Eröffnungsfahrt der Vulkan-Eifel-Bahn zur Bergung der Rheingold-Wagen zurück. Insgesamt überführte die Vulkan-Eifel-Bahn während der zwei Fahrten 5 beschädigte Rheingold-Wagen sowie zwei Kundenfahrzeuge über die Eifelquerbahn.

Heute vor 12 Jahren fand die letzte Schienenbusfahrt von Kaisersesch nach Gerolstein auf der Eifelquerbahn statt. Die betriebliche Stilllegung der Strecke erfolgte zum 1. Januar 2013. Die offizielle Stilllegung erfolgte rund 8 Jahre später im Februar 2021. Dass hier keine 12 Monate später, wenn auch nur für wenige Tage, wieder Züge fuhren, ist dem schweren Hochwasser und der damit verbundenen Zerstörung der Eifelstrecke im Juli 2021 geschuldet.

Wie es mit der Eifelquerbahn weitergeht und wann auf ersten Abschnitten wieder Züge fahren können, entscheidet sich 2025, wenn der Streckenabschnitt Mayen Ost – Kaisersesch – Ulmen – Daun – Gerolstein 130 Jahre alt wird.

Unser Vorsitzender Jens Wießner im Gespräch mit Gregor Börner vom Eisenbahn-Podcast “Langsamfahrt” über die Bauarbeiten an der Eifelstrecke und eine mögliche Reaktivierung der Eifelquerbahn.

Langsamfahrt: #78 – Bauarbeiten: Eifelstrecken aus dem Takt

https://www.langsamfahrt.de/78

Donnerstag, 28.09.2023, 19:00 – 20:30 Uhr

Treffpunkt: FORUM DAUN, Daun

Die Reaktivierung der Eifelquerbahn hat mit dem novellierten GVFG des Bundes frische Chancen bekommen. In welchem Verhältnis Kosten und Nutzen stehen, wurde durch ein Gutachten mit aktuellen Daten auf Basis des einheitlichen Modells des Bundes ermittelt. Das Gutachten liegt nun vor. Die Ergebnisse des Gutachtens werden der Öffentlichkeit am 28.09.23 im FORUM DAUN gerne vorgestellt. Daran schließt sich dann eine Diskussion an.

 

Die Präsentation steht jetzt auf der Homepage des Zweckverband SPNV Nord zum Download bereit:

Vorstellung Nutzen-Kosten-Untersuchung der Eifelquerbahn am 28.09.2023 in Daun- SPNV-Nord