An 08. November haben wir uns die rund 300 Meter lange Steigung zwischen der Schützenhalle und dem Waldsportplatz vorgenommen. Anstatt des angekündigten Nebels gab es fast den ganzen Tag Sonnenschein.

Weiter geht es am 22. November ab 09:30 Uhr Waldsportplatz in Kaisersesch.

Vorher

Nachher

Nach dem Ende der Vegetationsperiode gab es Ende Oktober einige kleinere Arbeitseinsätze am Industriestammgleis in Kaisersesch. Über den Sommer hatte sich die Vegetation im Gleisbereich wieder ordentlich ausgebreitet. Der erste Abschnitt bis zur Schützenhalle wurde nun wieder vollständig freigeschnitten.

Weiter geht es am 08. November ab 09:30 Uhr an der Schützenhalle in Kaisersesch.

Zustand Anfang Oktober

Zustand Ende Oktober

Die schlechten Nachrichten für die Eifelstrecke reißen nicht ab. Zunächst musste die Deutsche Bahn die durchgehenden Verkehre zwischen Köln und Trier, die ohnehin nur auf knapp zwei Wochen beschränkt waren, aufgrund von Stellwerksproblemen einen Tag früher als geplant beenden. Dann offenbarten sich Finanzierungsprobleme für den geplanten zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke in Rheinland-Pfalz. Während die Finanzierung für den zweigleisigen Ausbau in Nordrhein-Westfalen bereits steht, gibt es in Rheinland-Pfalz noch erhebliche Probleme. Laut dem Bundesverkehrsministerium scheitert eine Ko-Finanzierung der Maßnahme durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) des Bundes allerdings an den vom Land Rheinland-Pfalz vorgelegten Planungen. Demnach setzt das Land überwiegend auf zusätzliche Güterverkehre, wohingegen das GVFG nur die Finanzierung von Maßnahmen zum Ausbau des Personenverkehrs vorsieht.

„Wir haben schon bei der Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Eifelquerbahn erlebt, dass das Land ursprünglich eingeplante Leistungen im Personenverkehr einfach wieder streicht. So sah die Machbarkeitsstudie ursprünglich eine Regionalbahn von Trier über Gerolstein nach Daun vor, die in den aktuellen Planungen nicht mehr berücksichtigt wird. Dies hat bei der Eifelquerbahn bereits zu einer Verschlechterung des Nutzen-Kosten-Faktors geführt. Das dürfte bei der Eifelstrecke nicht anders aussehen“, so Jens Wießner, der Vorsitzende des Eifelquerbahn-Vereins.

Dies lässt sich allerdings bisher nicht nachprüfen, da das rheinland-pfälzische Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität die bereits im April dieses Jahres gestellten Anträge nach dem Landestransparenzgesetz (LTranspG) von PRO BAHN Rheinland-Pfalz und dem Eifelquerbahn-Verein zur Herausgabe der Unterlagen zurückgewiesen bzw. gar nicht erst beantwortet hat. „Erst nachdem wir den Landesdatenschutzbeauftragten eingeschaltet haben, gab es eine Reaktion des Ministeriums“, so Noah Wand, der Vorsitzende von PRO BAHN Rheinland-Pfalz. „Wir haben die aktuelle Berichterstattung zu den Finanzierungsproblemen beim zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke zum Anlass genommen, erneut einen Antrag nach LTranspG einzureichen, aber das Ministerium verweigert weiterhin den Zugang zu den Unterlagen”, so die beiden Vorsitzenden. Doch damit nicht genug. Auch bei der Elektrifizierung der Eifelstrecke läuft es nicht rund, ganz im Gegenteil.

Im europäischen Ausschreibungsportal findet sich unter der Nummer 676882-2025 eine Veröffentlichung der DB InfraGO AG vom 15.10.2025 zur Ausschreibung der Elektrifizierungsarbeiten für die zwei insgesamt rund 35 Kilometer langen Abschnitte von der Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz bis Gerolstein und weiter bis kurz vor Densborn. Hierin teilt die DB InfraGO AG mit, dass für beide Abschnitte keine Angebote eingegangen sind und die Arbeiten somit nicht vergeben werden konnten. Sie sollten eigentlich am 19.01.2026 beginnen. Eine weitere Ausschreibung für die Planungen zur Elektrifizierung des tunnelreichen Abschnitts von Hüttingen an der Kyll bis Daufenbach ist erst vor wenigen Tagen zu Ende gegangen. Ob die DB InfraGO AG hier erfolgreicher war, ist bisher noch nicht bekannt.

„Bereits jetzt ist klar, dass die Arbeiten nicht wie ursprünglich geplant im Januar 2026 beginnen können. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass die infrage kommenden Unternehmen in naher Zukunft die notwendigen Kapazitäten zur Elektrifizierung der Eifelstrecke frei haben werden. Es ist daher zu befürchten, dass sich die Elektrifizierung der Eifelstrecke um mehrere Jahre verzögern wird. Schließlich beruht der aktuelle Zeitplan der DB InfraGO AG auf der Annahme, dass alle Aufträge wie geplant vergeben werden können – was offensichtlich nicht der Fall ist“, so der Vorsitzende des Eifelquerbahn-Vereins. Unklar ist daher auch, welche Arbeiten die DB InfraGO AG im rheinland-pfälzischen Teil des seit wenigen Tagen wieder gesperrten Streckenabschnitts zwischen Kall und Gerolstein überhaupt umsetzen will.

„Bisher sind uns nur die folgenden größeren Baumaßnahmen bekannt: die im Rahmen des Wiederaufbaus der Eifelstrecke geplante Erneuerung von drei Bahnübergängen bei Dahlem, die bereits für Ende September 2025 angekündigte Fertigstellung des neuen elektronischen Stellwerks (ESTW) in Gerolstein mit Anbindung mehrerer Gleise und Weichen sowie die für Mitte 2026 terminierte ESTW-Einbindung der Eifelquerbahn. Sollte darüber hinaus nichts weiter geplant sein, muss das Sperrkonzept im Sinne der Fahrgäste schnellstmöglich angepasst werden. Beispielsweise könnten die in Trier startenden Züge über Gerolstein hinaus bis nach Jünkerath verlängert werden. Das würde die Fahrzeit im Schienenersatzverkehr verkürzen und die Schülerbeförderung deutlich verbessern“, so Noah Wand.

Aufgrund der Vielzahl an Problemen fordern die Vorsitzenden von PRO BAHN und dem Eifelquerbahn-Verein, dass das Thema „Eisenbahn in der Eifel“ zur Chefsache in der Mainzer Landesregierung wird, damit die Region nicht noch weiter abgehängt wird. „Es muss jetzt alles auf den Tisch. Neben dem Wiederaufbau und der Elektrifizierung der Eifelstrecke müssen auch der zweigleisige Ausbau der Eifelstrecke sowie die Reaktivierung der Eifelquerbahn zur Anbindung der Kreisstadt Daun und der gesamten Region in Richtung Rheinschiene auf den Weg gebracht werden. Der entsprechende Beschluss wartet bereits seit über 15 Jahren auf seine Umsetzung. Die Menschen in der Region wurden viel zu lange vertröstet, damit muss jetzt endgültig Schluss sein“, fordern beide Vorsitzenden unisono.

Pressemitteilung vom Eifelquerbahn e. V. und dem Fahrgastverband PRO BAHN Rheinland-Pfalz / Saarland e. V. vom 21. Oktober 2025

Am 04. und 05. Oktober 2025 präsentiert die Modellbahn AG der Dorfakademie Hambuch e. V. im Bahnhof Engeln ihren H0-Nachbau der Eifelquerbahn mit Original-Nachbau des Bahnhofs Darscheid.

Die Anreise ist bequem mit der Brohltalbahn ab Bahnhof Brohl B.E. möglich. An beiden Tagen verkehrt die Brohltalbahn je viermal von Brohl nach Engeln und zurück. Ein besonderes Highlight ist dabei der Dampflokbetrieb auf der Steilstrecke hinauf bis Engeln. Nähere Informationen zum Fahrplan unter https://vulkan-express.de/die-brohltalbahn/aktuelles/454-steilstreckendampf-weinfest-am-4-5-oktober

Vom 02. Mai (21:00 Uhr) bis zum 19. Mai (05:00 Uhr) wird die linke Rheinstrecke zwischen Köln Hbf und Koblenz Hbf wegen umfangreicher Bauarbeiten komplett gesperrt. Während der Bauarbeiten wird unter anderem auch der Bahnsteig an Gleis 3 in Andernach modernisiert. Aus diesem Grund beginnen und enden alle Züge der RB 23 und RB 38 an Gleis 24. Die Modernisierung des Bahnsteigs an Gleis 24 verzögert sich voraussichtlich bis 2028, wenn auch die Generalsanierung der linken Rheinstrecke ansteht.

Die zwischenzeitlich geplante komplette Einstellung der RB 23 (Mayen Ost – Koblenz Hbf) sowie der RB 38 (Kaisersesch – Andernach) im o.g. Zeitraum konnte der Zweckverband SPNV-Nord nach Gesprächen mit der DB Regio jedoch abwenden. So wird die RB 23 zwischen Mayen Ost und Andernach planmäßig verkehren. Bei der RB 38 kommt es zwischen Miesenheim und Andernach teilweise zu Einschränkungen. Da der neue Fahrplan der RB 38 noch nicht in die Fahrplanauskunft der DB eingepflegt ist, sollten Fahrgäste vor Fahrtantritt prüfen, ob ihr Zug von den Einschränkungen zwischen Andernach und Miesenheim betroffen ist.

In der Zeit vom 06.01. bis 15.06.2025 (21 Uhr) ist der Streckenabschnitt Euskirchen – Bitburg-Erdorf der Eifelstrecke wegen Elektrifizierungsarbeiten voll gesperrt. An Wochenenden und Feiertagen ist zusätzlich der Abschnitt zwischen Bitburg-Erdorf und Trier Hauptbahnhof gesperrt.

Die Betriebsaufnahme zwischen Gerolstein und Euskirchen ist derzeit für Montag, den 16. Juni 2025 geplant. Ab diesem Zeitpunkt wird die Eifelstrecke zwischen Gerolstein und Trier Hbf erneut für mehrere Monate komplett gesperrt.

Weitere Informationen

Informationsplakat RE 12, RE 22 und RB 24

Ersatzfahrplan RE 12 Mo. – Fr. (Euskirchen – Gerolstein)

Ersatzfahrplan RE 12 Sa. (Euskirchen – Gerolstein)

Ersatzfahrplan RE 12 So. (Euskirchen – Gerolstein)

Ersatzfahrplan RE 22 RB 24 Mo. – Fr. (Euskirchen – Gerolstein)

Ersatzfahrplan RE 22 RB24 Sa. (Euskirchen – Gerolstein)

Ersatzfahrplan RE 22 RB 24 So. (Euskirchen – Gerolstein)

Ersatzfahrplan Schnell-/Expressbus RE 12 X (Euskirchen – Trier)

Zusatzfahrten Gerolstein – Jünkerath

Ersatzfahrplan RB 22 Sa. – So. (Gerolstein – Trier)

Ersatzfahrplan RB 22 Express Sa. – So. (Gerolstein – Trier)

Quelle: zuginfo.nrw (01.05.2025)

Zum Abschluss der diesjährigen Freischneidesaison am Industriestammgleis Kaisersesch einige Vergleichsbilder vom Sommer 2022 und Februar 2025.

Nach der baubedingten Sperrung der Eifelstrecke zwischen Trier und Gerolstein Anfang September 2024 sollten eigentlich ab Anfang Februar 2025 wieder Züge auf dem rund 60 Kilometer langen Streckenabschnitt in Rheinland-Pfalz rollen. Doch nur fünf Tage vor der geplanten Wiederinbetriebnahme überraschte die Deutsche Bahn AG (DB) viele Pendler mit einer Hiobsbotschaft. Statt ab dem 10. Februar sollen die Züge erst ab Ende März/Anfang April wieder fahren und dann auch nur zwischen Trier und Bitburg-Erdorf. In Richtung Gerolstein dauert die Sperrung bis Ende September 2025, also insgesamt rund 13 Monate.

„Wirklich überraschend kam die Verschiebung für uns nicht, da die Probleme der DB intern spätestens seit Ende letzten Jahres bekannt waren. Umso irritierter waren wir, dass die Vertreter der DB InfraGO AG in der Sitzung des Ausschusses für Planung, Nachhaltigkeit und Mobilität des Kreistages Euskirchen am 29.01.2025 mit keinem Wort auf die Verschiebung eingegangen sind. Unklar ist, ob es hier Kommunikationsprobleme zwischen den Wiederaufbauteams der Regionalbereiche West (Hürth-Kalscheuren – Nettersheim) und Mitte (Nettersheim – Trier-Ehrang) gab oder ob man die Öffentlichkeit einfach nicht so früh informieren wollte. Letzteres ist zumindest nicht ganz auszuschließen, da die DB es ablehnte, zum Thema Eifelstrecke einen Vertreter in die Sitzung des Ausschusses für Klima, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz am 13.02.2025 zu entsenden“, so der Vorsitzende des Eifelquerbahn-Vereins, Jens Wießner. Als Grund für die Verzögerungen führt die DB „Kapazitätsengpässe bei dem beauftragten Bauunternehmer für die Leit- und Sicherungstechnik“ an. Unerwähnt bleibt allerdings, dass die DB InfraGO AG die alte Leit- und Sicherungstechnik bereits im September 2024 außer Betrieb genommen hat, ohne sicherzustellen, dass die neue Technik rechtzeitig in Betrieb genommen werden kann. Angesichts der angesprochenen Kapazitätsengpässe scheint auch hinter der für Juni 2025 geplanten Wiederinbetriebnahme der Eifelstrecke zwischen Gerolstein und Kall ein großes Fragezeichen zu stehen. Während die DB in ihrer ursprünglichen Pressemitteilung vom 05. Februar 2025 noch von einer „Streckenverfügbarkeit“ zwischen Köln und Gerolstein „ab Mitte Juni“ sprach, ist nun nur noch vom „Ziel der DB“ die Rede, die Befahrbarkeit der Eifelstrecke zwischen Gerolstein und Köln bis Mitte Juni herzustellen. Es bleibt zudem offen, ob die „Befahrbarkeit“ auch einen planmäßigen Betrieb durch DB Regio auf diesem Streckenabschnitt bedeutet.

Die Gesamtsituation sorgt zunehmend auch für Unmut in der Kommunalpolitik, so haben sich u.a. der Kreistag Vulkaneifel und die Stadt Gerolstein mit Resolutionen und einem offenen Brief an das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gewandt, da neben den Pendlern auch der Tourismus in der Region zunehmend unter den Folgen der seit nunmehr dreieinhalb Jahren andauernden Streckensperrung in Richtung Köln leidet. Besserung ist nicht in Sicht, wie eine aktuelle Ausschreibung im Vergabeportal der DB zeigt. Neben der bereits bekannten Sperrung der Eifelstrecke zwischen Gerolstein und Nettersheim vom 13.10.2025 bis 15.03.2026 plant die DB bereits eine Sperrung der Eifelstrecke zwischen Hürth-Kalscheuren und Nettersheim an allen Wochenenden vom 09.01.2026 bis 01.06.2026. Doch damit nicht genug. „Uns liegen Auszüge aus einer Präsentation der DB InfraGO AG vor, wonach die Wochenendsperrungen zwischen Nettersheim und Weilerswist-Derkum bzw. Hürth-Kalscheuren bis Anfang Dezember 2026 andauern sollen. Parallel dazu soll die Eifelstrecke vom 30.03.2026 bis 24.08.2026 zwischen Gerolstein und Trier-Ehrang/Philippsheim komplett gesperrt werden. Bis zum 21.09.2026 sind in diesem Abschnitt zusätzlich Wochenendsperrungen vorgesehen“, so Wießner.

Zur Entlastung insbesondere des Baustellenverkehrs in Richtung Gerolstein und zur touristischen Erschließung der Vulkaneifel hat der Eifelquerbahn-Verein bereits mehrfach eine Reaktivierung des Streckenabschnitts der Eifelquerbahn zwischen Kaisersesch und Gerolstein ins Gespräch gebracht. Davon würde auch die in Gerolstein ansässige Vulkan-Eifel-Bahn profitieren, die kurz vor der Fertigstellung ihres mehrere Millionen Euro teuren Werkstattneubaus in Gerolstein steht und dringend auf einen zuverlässigen Bahnanschluss angewiesen ist.

„Wir haben die Erwartung, dass wir mit der Eifelstrecke schneller fertig werden, als sich die Reaktivierung der Eifelquerbahn positiv auswirken würde“, zeigte sich der DB-Konzernbevollmächtigte Dr. Klaus Vornhusen unmittelbar nach dem Hochwasser überzeugt – eine völlige Fehleinschätzung, wie sich inzwischen herausgestellt hat. Dennoch hält die DB InfraGO AG an ihrer Blockadehaltung gegenüber einer Reaktivierung der Eifelquerbahn fest. Dabei lehnt sie nicht nur eine Reaktivierung in Eigenregie ab, sondern verweigert darüber hinaus einem interessierten Eisenbahninfrastrukturunternehmen den Zugang zu Strecken- und Bauwerksunterlagen und behindert damit dessen vorbereitende unternehmerische Tätigkeiten für eine privatwirtschaftliche Streckenreaktivierung. Darüber hinaus weigert sich die DB InfraGO AG bis heute, die Eifelquerbahn signaltechnisch in das im Wiederaufbau befindliche Stellwerk Gerolstein einzubinden. Mit Verweis auf die fehlende Entscheidung des Landes Rheinland-Pfalz über die Zukunft der Eifelquerbahn sei man diesbezüglich „aktuell nicht handlungsfähig“, so eine Vertreterin der DB InfraGO AG. „Sowohl das rheinland-pfälzische Mobilitätsministerium als auch das BMDV haben die DB InfraGO AG aufgefordert, im Rahmen des Wiederaufbaus der Eifelstrecke die Eifelquerbahn wie vor dem Hochwasser in das Stellwerk in Gerolstein einzubinden. Die hierfür erforderlichen Mittel stehen im Rahmen des Wiederaufbaufonds zur Verfügung. Das Verhalten der DB InfraGO AG ist weder konstruktiv noch gemeinwohlorientiert gegenüber den Menschen in der Region“, zeigt sich der Vorsitzende des Eifelquerbahn-Vereins sichtlich verärgert. Seitens des Vereins setzt man nun darauf, dass die bereits laufenden Gespräche zwischen der Landeseisenbahnaufsicht Rheinland-Pfalz und dem privaten Eisenbahninfrastrukturunternehmen kurzfristig zu greifbaren Ergebnissen führen und damit die Blockadepolitik der DB InfraGO AG beendet wird. Darüber hinaus muss aus Sicht des Eifelquerbahn-Vereins dringend eine eindeutige Positionierung des Landes Rheinland-Pfalz zur Reaktivierung der Eifelquerbahn erfolgen.

Pressemitteilung des Eifelquerbahn e. V. vom 13. Februar 2025

Nachdem die Vulkan-Eifel-Bahn vom 14. bis 18. Januar 2022 ihre hochwassergeschädigten Fahrzeuge über die Eifelquerbahn abtransportieren konnte, begannen am 21. Januar 2022 die Evakuierungsfahrten für die vier in Gerolstein gestrandeten Alstom LINT der DB Regio NRW.

Von Kaisersesch aus machten sich am frühen Morgen des 21. Januar die DE 18 und V60 von RailAdventure mit ihren Brems- und Kupplungsadapterwagen auf den Weg nach Gerolstein. Nach der Ankunft in Gerolstein wurde sofort mit dem Rangieren der ersten beiden Triebwagen begonnen. Am 22. Januar kurz nach 9 Uhr startete der rund 350 Meter lange Zug mit den beiden LINT 620 034 und 620 036 in Richtung Kaisersesch, eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe. Für die rund 52 Kilometer lange Strecke von Gerolstein nach Kaisersesch wurden knapp 6 Stunden benötigt. Am späten Abend ging es weiter in Richtung Andernach. Nach dem Abstellen der beiden Triebwagen ging es in der Nacht direkt wieder nach Kaisersesch hinauf.

Gegen 9.30 Uhr am 23. Januar ging es dann wieder zurück nach Gerolstein. Im Gepäck waren diesmal noch zwei Wagen für die Vulkan-Eifel-Bahn, die im Bahnhof Gerolstein übergeben wurden. Am Montag, den 24. Januar 2022 ging es dann mit 620 004 und 620 018 im Schlepp ein letztes Mal von Gerolstein nach Kaisersesch.

Trotz des nach wie vor bestehenden Bedarfs an einer zuverlässigen Anbindung Gerolsteins an das Schienennetz sperrte die Deutsche Bahn die Eifelquerbahn bereits einen Tag später und lehnt seitdem eine weitere Nutzung der Eifelquerbahn ab.

Ein halbes Jahr nach der Hochwasserkatastrophe vom 14. Juli 2021 begannen in Kaisersesch die Überführungsfahrten zur Bergung mehrerer in Gerolstein gestrandeter Fahrzeuge über die Eifelquerbahn. Die erst im Februar 2021 offiziell stillgelegte Eifelquerbahn wurde dazu im Vorfeld von der DB Netz AG (heute DB InfraGO AG) komplett freigeschnitten und für eine sichere Überführung instandgesetzt, da eine schnelle Bergung über die Eifelstrecke Köln – Trier aufgrund der massiven Zerstörungen nicht möglich war. Neben den Fahrzeugen der DB Regio AG, die wie die DB Netz AG zum Deutsche Bahn Konzern gehört, galt es auch mehrere Rheingold-Wagen der AKE-Eisenbahntouristik in die Werkstatt zu überführen.

Anlässlich des dreijährigen Jubiläums der Überführungsfahrten blicken wir heute auf die Eröffnungsfahrt der Vulkan-Eifel-Bahn zur Bergung der Rheingold-Wagen zurück. Insgesamt überführte die Vulkan-Eifel-Bahn während der zwei Fahrten 5 beschädigte Rheingold-Wagen sowie zwei Kundenfahrzeuge über die Eifelquerbahn.