FREIE FAHRT FÜR DIE BREXBACHTALBAHN

Land erteilt Genehmigung – Verein und Betreiber hoch erfreut

Das Land Rheinland-Pfalz hat für die stillgelegte Brexbachtalbahn eine Betriebsgenehmigung für zunächst 25 Jahre erteilt. Damit ist der Weg frei, dass auf einer der schönsten Bahnstrecken Deutschlands in naher Zukunft wieder Züge verkehren. Betreiber und Verein zeigen sich hoch erfreut, dass die langjährigen Bemühungen nun von Erfolg gekrönt sind.

Bereits seit Jahren kämpft der Bendorfer Verein „Brexbachtalbahn e. V.“ unermüdlich für die Reaktivierung der Bahnstrecke von Engers über Bendorf, Grenzau/Höhr-Grenzhausen und Ransbach nach Siershahn. Als Betreiber konnte er die in Linz ansässige Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH gewinnen, die als zugelassenes Unternehmen mehrere Bahninfrastrukturen in Deutschland betreibt, im Kreis Neuwied auch die Kasbachtalbahn von Linz nach Kalenborn mit rund 50.000 Fahrgästen pro Jahr. „Rechtlich betrachtet benötigen wir ein zugelassenes Eisenbahnunternehmen“, erklärt Adi Bongartz, Vorsitzender des Bendorfer Vereins. Diesen fand der Verein bereits vor Jahren in dem Linzer Unternehmen, das den Verein berät und unterstützt. 2009 konnte daraufhin ein erster Teilabschnitt zwischen Grenzau und Siershahn reaktiviert und durch den damaligen Minister Hering eröffnet werden. Diese Betriebskonzession war zunächst auf fünf Jahre befristet. Nach Ablauf der Konzession wurde diese zunächst nicht über das Jahr 2013 hinaus verlängert, weil der Verein einen politischen Konsens entlang der Gesamtstrecke anstrebte. „Der war jedoch nicht zu erzielen, weil die Strecke durch drei Landkreise und mehrere Städte und Gemeinden führt“, erklärt Geschäftsführer Jörg Seyffert. Zuletzt hatte sich die Stadt Bendorf gegen eine Reaktivierung gestellt.

Daraufhin entschloss sich der Verein, die Reaktivierung privat zu stemmen und Geschäftsführer Jörg Seyffert stellte im Dezember 2017 beim Ministerium in Mainz die notwendigen Anträge. Dort wurden die Anträge aber nicht bearbeitet und Seyffert sah sich gezwungen, Klage wegen Untätigkeit beim Verwaltungsgericht Koblenz einzureichen. Mit Erfolg: Die im vergangenen November geführte Gerichtsverhandlung führte dazu, dass das Land die Anträge bearbeitete und mit Seyffert wieder Gespräche geführt wurden.

Erste Streckenabschnitte zeitnah in Betrieb

„Wir sind glücklich, dass das Ministerium nun tätig geworden ist“, freut sich Adolf Bongartz. Das Ministerium setzte sich intensiv mit den Anträgen auseinander und kam zu dem Ergebnis, dass die Reaktivierung der Brexbachtalbahn in ersten Teilabschnitten vollzogen werden kann. Vereinsvorsitzender Bongartz: „Wir werden uns zunächst auf den Abschnitt von Siershahn nach Grenzau sowie auf den Streckenabschnitt von Grenzau nach Höhr-Grenzhausen konzentrieren. Diese Streckenabschnitte sind in einem hervorragenden Zustand und können zeitnah wieder dem Betrieb übergeben werden. Danach werden wir uns weiter dem unteren Abschnitt der Brexbachtalbahn widmen.“

Dort haben in Engers bereits die ersten Arbeiten begonnen. Von der DB Netz AG wurden Abstimmungsgespräche mit den beteiligten Planungs- und Ingenieurbüros geführt, um die Weichenanbindung an die Rheinschiene in Engers wiederherzustellen. Mittlerweile ist die Vermessung abgeschlossen und die Planungen schreiten voran, damit die noch vorhandene Weiche wieder ans Engerser Stellwerk angeschlossen werden kann.

Noch keine abschließende Entscheidung gibt es zum Verkehrskreisel in Bendorf, der vor Jahren über die Bahngleise gebaut wurde. Das Ministerium spricht derzeit mit dem Landesbetrieb Mobilität und der Stadt Bendorf, um hier eine Lösung zu finden. Denn damals hatte sich die Stadt Bendorf verpflichtet, die Kosten für die Sicherung und Veränderung des Verkehrskreisels zu übernehmen, wenn die Bahnstrecke wieder in Betrieb geht. „Aus dieser Entscheidung halten wir uns aber raus, denn diese Frage entscheidet allein die Stadt Bendorf im Benehmen mit dem Ministerium“, erklärt Geschäftsführer Jörg Seyffert und ergänzt: „Vor dem Hintergrund, die Landesgartenschau 2026 in Bendorf auszurichten, kommt die Reaktivierung der Brexbachtalbahn allerdings jetzt zum richtigen Zeitpunkt!“

Pressemitteilung Brexbachtalbahn e.V.

Unterstützung durch den Verkehrsverein Ulmen e.V.

 

Wir freuen uns sehr den Verkehrsverein Ulmen e.V. als aktiven Unterstützer unserer Bemühungen zum Erhalt der Eifelquerbahn gewinnen zu können. Schon früher engagierte sich der Verkehrsverein für die Eifelquerbahn und hat z.B. die Gäste, die Ulmen in den Sommermonaten mit dem Dampfzug besuchten, in Empfang genommen.

Mit der Verkehrsverein Ulmen erreichen wir so die Menschen die vom Erhalt der Eifelquerbahn direkt profitieren, die Einwohner Ulmens sowie die zahlreichen Touristen die Ulmen und seine herrliche Umgebung als Ausflugs- oder Reiseziel gewählt haben.

Unser aktueller Flyer liegt auch am kommenden Sonntag beim Ulmener Ostermarkt an vielen Marktständen aus. Darüber hinaus ist er auch über die Touristinfo und bei vielen Ulmener Gewerbetreibenden zu finden.

 

IBS unterstützt Bestrebungen zum Erhalt der Strecke Kaisersesch – Gerolstein

Die landschaftlich äußerst reizvolle Eifelquerbahn zwischen Kaisersesch, Ulmen, Daun und Gerolstein soll nach dem Willen der DB Netz AG stillgelegt werden. Gegen den endgültigen Verlust dieser bedeutenden Bahninfrastruktur regt sich nun Widerstand. Ein neuer Verein soll die Kräfte bündeln.

Aktuelle Entwicklungen

Bereits im siebten Jahr ruhen zur bevorstehenden Sommersaison 2019 die touristischen Freizeitverkehre mit Schienenbussen auf der die Eifel in Ost-West-Richtung durchziehenden Eifelquerbahn. Im Zweistundentakt konnten Ausflügler bis Ende 2012 im Anschluss an die RegionalBahnen aus Andernach und Mayen ab Kaisersesch die Vulkaneifel erkunden – ob zum Ulmener Maar, zum Mosel-Maare-Radweg bei Daun oder in die Brunnenstadt Gerolstein, die „roten Brummer“ erschlossen die Region zwischen Rhein und Kyll! Selbst die Reaktivierung des täglichen Nahverkehrs im Stundentakt war nach einem Beschluss des zuständigen Zweckverbands SPNV-Nord schon beschlossene Sache.

Gründung eines Vereins geplant

Um an die seinerzeitigen Erfolge anzuknüpfen und die nun drohende dauerhafte Stilllegung der Strecke abzuwenden, befindet sich aktuell ein neuer Verein in Gründung, mit der Absicht, einen neuen Streckenbetreiber ehrenamtlich bei der Herrichtung der Eifelquerbahn zur Wiederaufnahme des Bahnbetriebs zu unterstützen. Ziel ist der Erhalt der gesamten Strecke Kaisersesch – Gerolstein als verkehrlich bedeutende Eisenbahninfrastruktur sowie in einem ersten Schritt die Wiederinbetriebnahme des Teilstücks Kaisersesch – Ulmen (– Daun), auf dem die Infrastruktur in recht gutem Zustand ist.

Die Gründung des Vereins und die Werbung interessierter Mitglieder wird über die Internetseite www.eifelquerbahn.com organisiert und gebündelt. Interessierte haben dort die Möglichkeit, sich der Gruppierung anzuschließen und so ihren Beitrag zum Erhalt dieser einmaligen Strecke zu leisten!

Positivbeispiel: „Vulkan-Expreß“

Was ehrenamtliches Engagement bewegen kann, zeigt seit mehr als 40 Jahren die Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e. V.. (IBS) wenige Kilometer nördlich. Als die schmalspurige Brohltalbahn 1987 stillgelegt werden sollte, gründeten zukunftsgewandte Eisenbahnfreunde einen Verein, der die Brohltal-Eisenbahn GmbH anfangs beim Betrieb des „Vulkan-Expreß’“, in der Werkstatt und bei der Gleisinstandhaltung ehrenamtlich unterstützte und 1992 den Betrieb letztlich über eine eigene Betriebs-GmbH vollständig übernommen hat!

Das Erfolgsmodell „Vulkan-Expreß“ hat sich seither zu einem überregionalen Tourismusmagneten mit jährlich bis zu 80.000 Fahrgästen entwickelt! Mit fast täglichen Fahrten ist der kleine Zug heute aus dem touristischen Angebot der Vulkanregion Laacher See nicht mehr wegzudenken und bietet nicht zuletzt 21 Arbeitsplätze.

Im Wissen um den Wert und die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements begleitet der Vorstand der IBS die Übernahmeverhandlungen verschiedener interessierter Infrastrukturunternehmen mit der DB Netz AG derzeit konstruktiv und unterstützend. Eine Aufgabe und Stilllegung dieser wichtigen und Netzwirkung entfaltenden letzten Verbindungsstrecke zwischen der linken Rheinstrecke und der Eifelstrecke Köln – Trier ist aus Sicht der IBS weder sinnvoll noch zeitgemäß. Wer einer Verkehrs- und Energiewende glaubwürdig das Wort reden möchte, kann nicht gleichzeitig den Abriss dieser Strecke befürworten und allen Ernstes einen Radweg fordern!

Pressemeldung Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e.V.

Unser Flyer ist da

Unser Flyer ist da – Ihr wollt uns unterstützen und habt ein eigenes Geschäft, einen guten Draht zum lokalen Einzelhandel oder sonstige Möglichkeit die Flyer im Raum Mayen, Kaisersesch, Ulmen, Daun oder Gerolstein an geeigneten Plätzen auszulegen. Dann meldet euch bei uns, wir freuen uns über eure Unterstützung um unsere Vereinspläne bekannter zu machen.

 

Download:

Download “Flyer” flyer-efq-1903.pdf – 357-mal heruntergeladen – 409 kB