Getreu dem Motto „Daun spielt!“ machten viele junge Besucher von der Möglichkeit Gebrauch, eine Runde mit der Modellbahnanlage am Stand zu spielen, wohin gegen die „älteren“ die Chance nutzten, sich anhand des Infomaterials und in persönlichen Gesprächen über die Eifelquerbahn und den Verein zu informieren. In zahlreichen Gesprächen mit Besuchern aus dem In- und Ausland merkte man, welch hohen Stellenwert die Eifelquerbahn noch heute bei den Menschen besitzt. Positiv überrascht reagierten die Menschen nach dem Stillstand der vergangenen Jahre auf die Informationen bezüglich des Interesses von 2 etablierten und erfahrenen Bahnunternehmen an der Eifelquerbahn. Hier sehen wir es als Verein als eine unsere Aufgaben an, die Menschen über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
Neben den vielen glücklichen Kinderaugen können wir uns auch über neue Mitglieder freuen. So machten einige der Besucher von der Möglichkeit Gebrauch, direkt am Stand dem Verein beizutreten. Auch hier zeigte sich, welche Bedeutung die Eifelquerbahn weit über die Region Vulkaneifel hinaus besitzt.
Dass es hier natürlich andere Meinungen und auch die die ein oder andere kritische Stimme gibt, ist vollkommen normal und wichtig. Wir sehen dies auch als Chance, um den Menschen unseren Standpunkt einmal darlegen zu können und mit ihnen in eine offene und sachliche Diskussion zu gehen.
Der Eifelquerbahn e.V. steht gerne für einen offenen und sachlichen Dialog zur Verfügung. In einem vernünftigen und respektvollen Miteinander sehen wir die größte Chance, gemeinschaftlich einen positiven Beitrag für die Entwicklung der Region Vulkaneifel zu leisten.
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/06/daun_spielt.jpg10801920Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-06-23 11:03:312025-01-01 21:19:47Zahlreiche Gespräche bei „Daun spielt!“ – Überwiegend positive Resonanz bei Einheimischen und Touristen
Knapp 10 Fußminuten vom Bahnhof Daun entfernt fand am Montagabend im „Forum Daun“ ein Fachgespräch zur „Zukunft der Eifelquerbahn“ auf Einladung von Astrid Schmitt (MdL, SPD) statt.
Nach Begrüßung der anwesenden Gäste und einer kurzen Einführung folgte ein Vortrag von Dr. jur. Martin Henke, Geschäftsführer Eisenbahnverkehr im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV), zum Thema „Perspektiven der Reaktivierung von Bahnstrecken“, in dem er auf die gestiegene Bedeutung der Schiene und neue Möglichkeiten der Reaktivierung von Eisenbahnstrecken einging.
Im Anschluss erfolgte eine Vorstellungsrunde, in welcher Eifelquerbahn e.V., sowie die beiden Übernahmeinteressenten, Brohltalbahn-Schmalspureisenbahn Betriebs-GmbH (BEG) und Eifelbahn Verkehrsgesellschaft (EVG), sich und ihre Planungen bezüglich der Eifelquerbahn präsentierten.
Forum Daun
Dabei ging man auf verschiedene Aspekte zum Thema Eifelquerbahn und deren Bedeutung für die Region Vulkaneifel ein. In Bezug auf den von den Verbandsgemeinden und Landkreisen angedachten Radweg wurde eine erste, vorsichtige Kostenschätzung, von 15-20 Millionen Euro geäußert. Bei dieser Summe sei man nicht mehr weit von der im Gutachten zur Reaktivierung der Eifelquerbahn genannten Summe von 24 Millionen Euro entfernt. An den – bisher unter Verschluss gehaltenen – Gutachten ließ Alexander Kirfel, Vertreter der EVG, kein gutes Haar, da die dort aufgeführten Kosten und Vorgaben weit über den gesetzlichen Anforderungen lägen. Alleine die Kosten für eines der beiden Gutachten, die vom Verkehrsministerium und vom Zweckverband SPNV Nord getragen worden seien, überstiegen mit 1,34 Mio. Euro die aktuell von der DB Netz AG veranschlagten Kosten von 1 Mio. Euro zur Wiederinbetriebnahme der Eifelquerbahn.
Nachdem uns das Gutachten über die Reaktivierung eines touristischen Ausflugsverkehrs durch das Büro StadtLandBahn (24 Mio. Euro Invest) schon einige Zeit vorliegt, steht uns seit Anfang dieser Woche nun auch die Untersuchung zur Ertüchtigung der Infrastruktur für SPNV von BPB (40 Mio. Euro Invest) zur Verfügung. Auf Basis der uns nun vorliegenden Informationen kann man nur davon ausgehen, dass das Ziel dieser Gutachten eine Verhinderung der Reaktivierung der Eifelquerbahn war.
Gutachten zur Reaktivierung(sverhinderung)
Aktuell gehen beide Interessenten davon aus, dass die Verhandlungen mit der DB Netz AG bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden können. Stephan Pauly, Vorsitzender der BEG-Gesellschafterversammlung, kündigte ebenso wie Alexander Kirfel eine Einladung an die Vertreter der Kommunen an, um das weitere Vorgehen zu besprechen, mit dem Ziel, einen gemeinsam Weg zur Reaktivierung der Eifelquerbahn zu finden. Darüber hinaus werde man, gemeinsam mit der Vulkan-Eifel-Bahn, ein Beratungsunternehmen mit einer Untersuchung zu möglichen Fördertöpfen, auch auf EU-Ebene, beauftragen. Auch gab es den Hinweis in Richtung der kommunalen Gebietskörperschaften, dass mit dem Bau eines Radweges keineswegs die Trasse gesichert würde, sondern ganz im Gegenteil die Strecke nach einer erfolgten Entwidmung für die Eisenbahn unwiederbringlich verloren sei.
Im Rahmen weiterer Wortmeldungen wurde darauf hingewiesen, dass eine Reaktivierung der Eifelquerbahn nur in Gänze sinnvoll sei und am Ende aller Bemühungen die Wiederaufnahme des SPNV stehen müsse. Dem stimmte auch Jens Wießner, Vorsitzender des Eifelquerbahn e.V., zu, wies aber zugleich drauf hin, dass eine Reaktivierung nur schrittweise erfolgen könne und man sich von Vereinsseite erst einmal auf die Abschnitte konzentrieren möchte, die sich auch mit überschaubarem Aufwand reaktivieren ließen.
Zum Ende der gut 2 stündigen Veranstaltung wurde der Vorschlag geäußert, den kommunalen Arbeitskreis Eifelquerbahn zu reaktivieren.
Pressemitteilung des Eifelquerbahn e. V. vom 08. Juni 2019
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/06/fg_daun_01-1.jpg7101920Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-06-08 06:00:272025-01-01 21:18:59“Radweg ist keine Trassensicherung” – Übernahmeinteressenten suchen Gespräch mit den Kommunen
Leider sind bisher alle Bemühungen zur Reaktierung der Eifelquerbahn zwischen Kaisersesch und Gerolstein gescheitert. Inzwischen wurde seitens der Vulkan-Eifel-Bahn (VEB) und der DB Netz AG ein Verfahren zur „Übernahme der Infrastruktur durch Dritte“ nach §11 AEG (Stillegungsververfahren) eingeleitet. Nach heutigem Stand gibt es zwei Interessenten für die Strecke. Gleichzeitig will der Bund insbesondere zur Erreichung des Klimaschutzziels 2030 erhebliche zusätzliche Mittel in die Schieneninfrastruktur investieren. “Vor diesem Hintergrund hat der VDV (Verband der Verkehrsunternehmen e.V.) die Eifelquerbahn als ein besonders zu förderndes Projekt beim Bund gemeldet”, so die SPD-Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt.
Nach den Mehrheitsbeschlüssen der anliegenden Kreise und Verbandsgemeinden, die Trasse zu kaufen und einen Radweg zu bauen, sollen zukünftig statt Zügen Fahrräder auf der Eifelquerbahn rollen. Astrid Schmitt: “Dies wäre vor dem Hintergrund der aktuellen verkehrs- und klimapolitischen Debatten, auch mit Blick auf die kommenden Generationen, ein schwerwiegender Schritt. Auch der ländliche Raum sollte auf die Mobilitätswende vorbereitet sein. Die reaktivierte Eifelquerbahn könnte hier zu einer wichtigen Alternative für den Individual- und Schienengüterverkehr werden.
Daher lade ich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich zu einem Fachgespräch „Zukunft der Eifelquerbahn“ am
3. Juni 2019 um 19:00 Uhr in das Forum Daun, Leopoldstraße 4 in 54550 Daun ein.“
Im Mittelpunkt wird ein Impulsreferat von Dr. jur. Martin Henke, Geschäftsführer Eisenbahnverkehr im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) zu „Perspektiven der Reaktivierung von Bahnstrecken“ stehen.
“Ich würde mich freuen, viele Bürgerinnen und Bürger bei der Veranstaltung zu diesem wichtigen Zukunftsthema für unsere Region begrüßen zu können”, so Astrid Schmitt.
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/05/slider_1905_03-1.jpg7101920Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-05-23 19:00:252025-01-01 21:15:19Fachgespräch “Zukunft der Eifelquerbahn” am 3. Juni 2019 im Forum Daun
Gut einen Monat nach der erfolgreichen Gründungsversammlung kann der Eifelquerbahn e.V. offiziell seine Arbeit aufnehmen. Am Montag, den 20.05.2019 erfolgte durch das Amtsgericht Wittlich die Eintragung ins Vereinsregister; die Anerkennung als gemeinnütziger Verein erhielt der Verein bereits am 03.05.2019 durch das Finanzamt Wittlich. „Wir freuen uns sehr, dass alles so reibungslos funktioniert hat, hier hat sich die entsprechende Vorarbeit bezahlt gemacht“, so Eifelquerbahn e.V. Vorsitzender Jens Wießner.
Es gilt nun noch in den nächsten Tagen die letzten Formalitäten zu erledigen, danach gehen die Beitrittsunterlagen per Mail an die bereits mehr als 100 registrierten Interessenten und werden für alle anderen auf der Vereinshomepage (www.eifelquerbahn.com) veröffentlicht.
Eifelquerbahn bei Laubach
Erste Kontakte und Aktivitäten geplant
Die vergangenen Wochen wurden durch den Vereinsvorstand bereits intensiv dazu genutzt, um Kontakt zur örtlichen Politik aufzunehmen und die Planung der ersten Aktivitäten voranzutreiben. Dazu ging Anfang Mai ein Schreiben an die Landräte, die Landtagsabgeordneten und die Bürgermeister der Verbandsgemeinden, in denen der Verein sich und seine Pläne näher vorstellt sowie die Unterstützung bei den Bemühungen zur Reaktivierung der Eifelquerbahn anbietet. Hieraus haben sich bereits erste Gespräche in den Kommunen sowie in der Landespolitik ergeben.
Bereits weit fortgeschritten sind die Planungen zur ersten öffentlichen Veranstaltung, der Teilnahme des Eifelquerbahn e.V. an der 4. Auflage von „Daun spielt!“ am 16.06.2019 in Daun. Ab 11:30 Uhr ist der Verein mit einem Infostand vor Ort. Getreu dem Motto der Veranstaltung wird es am Stand auch eine Spielmöglichkeit für Jung und Alt geben.
Eifelquerbahn kurz vor Daun
Reaktivierung der Eifelquerbahn
Die hohe Bedeutung der Eifelquerbahn für die Region Vulkaneifel zeigen die zahlreichen weiteren Aktivitäten in den letzten Tagen und Wochen. So wird die Eifelquerbahn in einer gerade vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der „Allianz pro Schiene“ veröffentlichten Broschüre zur Reaktivierung im Schienenpersonenverkehr empfohlen. Hierbei wird der Abschnitt Kaisersesch – Ulmen mit der Priorität „dringlich“, sowie der Abschnitt „Ulmen – Gerolstein“ mit der Priorität „hoch“ eingestuft.
Hierzu gilt es auch, die veranschlagten Kosten zur Reaktivierung neu zu bewerten. Einige der im Rahmen der Reaktivierungsbemühungen erstellten Gutachten liegen dem Verein seit Kurzem vor. Diese legen nah, dass die bisher veranschlagten Kosten zur Reaktivierung im regulären SPNV, zumindest in wichtigen Teilbereichen, deutlich zu hoch angesetzt wurden.
Ein Fachgespräch zur „Zukunft der Eifelquerbahn“ findet am 03. Juni 2019 um 19:00 Uhr im Forum Daun statt. Im Mittelpunkt wird hierbei ein Vortrag von Dr. jur. Martin Henke, Geschäftsführer Eisenbahnverkehr im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. zur „Perspektive der Reaktivierung von Bahnstrecken“ stehen.
Pressemitteilung des Eifelquerbahn e. V. vom 22. Mai 2019
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/05/eqb_kesch_0519.jpg14401920Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-05-22 06:00:202025-01-01 21:12:14Signal auf Fahrt stellen – Positive Impulse für die Eifelquerbahn nutzen
Zunehmend werden Bahnstrecken reaktiviert | Vorschläge für weitere Verbindungen
Nach Jahrzehnten des Schrumpfens erlebt die Schieneninfrastruktur an mehr und mehr Orten in Deutschland ein Comeback. „Die Schiene kommt zurück in Regionen, die lange verwaist waren“, sagte am Montag in Berlin Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) über Reaktivierungen von Eisenbahnverbindungen in Deutschland. „Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung eine Verdopplung der Fahrgastzahlen vorgenommen. Wenn wir das erreichen wollen, müssen wir den langjährigen Rückzug der Schiene aus der Fläche stoppen und ihn an geeigneten Stellen rückgängig machen“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann.
Allianz pro Schiene und VDV stellen eine wachsende Bereitschaft für die Reaktivierung von Strecken im deutschen Schienennetz fest: „Zunehmend werden stillgelegte Verbindungen reaktiviert, weil die Bürger für ihre Fahrten und Unternehmen für ihre Gütertransporte den Eisenbahnverkehr wollen“, betonte Flege. „Eine von der Bundesregierung beauftragte Studie belegt zudem, dass die Reaktivierung von Schienenstrecken aus Umweltgründen sinnvoll ist“, so Wortmann weiter.
Netz schrumpft weiter – Handlungsbedarf bleibt hoch
Die beiden Bahnverbände weisen zudem darauf hin, dass es in den letzten Jahren bereits eine Reihe erfolgreicher Reaktivierungsbeispiele gab. „Für den Schienensektor machen die vielen gelungenen Reaktivierungen Mut für die Zukunft und Lust auf mehr“, so Flege. „Zahlreiche reaktivierte Verbindungen werden außerordentlich gut angenommen. Die beeindruckenden Erfolge zeigen, welch gute Zukunft die Eisenbahn in Deutschland mit dem nötigen politischen Willen hat.“ Als positive Beispiele nannte Flege Länder wie Niedersachsen, Hessen oder Baden-Württemberg, die auf Reaktivierungen zur Belebung des Schienenverkehrs setzten. „Einzelne Bundesländer schreiten voran und demonstrieren, dass Reaktivierungen den Schienenverkehr nach vorne bringen können. Dem müssen nun die noch zögerlichen Bundesländer folgen.“
Laut Deutschland-Karte der Allianz pro Schiene wurden zwischen 1994 und 2019 insgesamt 827 Kilometer an Verbindungen für den Personenverkehr und 359 Kilometer für den Güterverkehr wieder in Betrieb genommen. Allerdings wurden in diesem Zeitraum mit über 3.600 Kilometern deutlich mehr Strecken im Personenverkehr abbestellt als reaktiviert. Beim Güterverkehr fällt der Saldo ebenfalls klar negativ aus. Insgesamt hat das Schienennetz derzeit eine Streckenlänge von rund 38.500 km – im Bahnreform-Jahr 1994 waren es noch 44.600 km. „Dieser Schrumpfprozess muss endlich gestoppt werden“, forderte Flege.
Potenzial nutzen: Vorschläge für Reaktivierungen
„Die bereits erfolgreichen Reaktivierungen machen zwar Mut, aber der Handlungsbedarf bleibt gewaltig. Die gute Nachricht: das Potenzial für weitere Reaktivierungen ist groß“, erklärte Wortmann. Der VDV hat eine umfangreiche Liste mit Reaktivierungsvorschlägen erarbeitet. Insgesamt kommt der Branchenverband dabei auf 186 Strecken mit 3.072 km Länge. Auf einer entsprechenden Deutschland-Karte wird deutlich, dass nahezu überall in der Republik Reaktivierungspotenzial im Schienennetz vorhanden ist.
Reaktivierungen sind laut Wortmann ein besonders einfaches Instrument, um die Nachfrage nach mehr Schienenverkehr schnell zu erfüllen: „Im Einzelfall können unterschiedliche Gründe für einen solchen Vorschlag maßgeblich sein. Es kann z.B. um die Anbindung bisher nicht mehr erschlossener Mittel- und Unterzentren gehen, um die Schließung von Netzlücken zwischen solchen Zentren, aber auch um die Entlastung des Straßennetzes in überlasteten Ballungsräumen oder um die Schaffung von Umgehungsmöglichkeiten für störungsanfällige Eisenbahnknoten.“
Fahrgastzahlen und Gütertransporte steigen
Dabei hat der VDV nicht nur Reaktivierungen von Schienenpersonennahverkehr, sondern auch solche für den Güterverkehr oder Personenfernverkehr untersucht. „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass die Reaktivierung von Eisenbahnstrecken im Nahverkehr nicht gegen den Bus gerichtet ist. Und es gibt auch keine Bevorzugung von Personen- gegenüber Güterverkehr. Wir haben Reaktivierungsvorschläge abgelehnt, wenn damit attraktive Busverkehrssysteme gestört würden und der Gesamtnutzen für das System infrage stand“, so Wortmann.
Sowohl Allianz pro Schiene als auch VDV betonten, dass angesichts steigender Fahrgastzahlen und Gütertransporte das Schienennetz dauerhaft gesichert und ausbebaut werden muss. „Deutschland braucht dringend deutlich höhere Investitionen in die Eisenbahn-Infrastruktur, um mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen“, sagten Flege und Wortmann abschließend.
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/05/20190512_12756_Laubach.jpg10801920Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-05-20 18:14:592025-01-01 21:11:34Die Schiene kommt zurück
Eifelquerbahn Verein gegründet – Eisenbahnunternehmen bekunden Interesse an der Strecke
Am Dienstag, den 16.04.2019 um 19:30 Uhr fand die Gründungsversammlung zum Eifelquerbahn e.V. statt. Nur wenige Meter vom Bahnhof Kaisersesch entfernt, dem aktuellen Endbahnhof der Eifelquerbahn, fanden sich die 34 Gründungsmitglieder zur Gründung des Eifelquerbahn e.V. zusammen. Dass die Eifelquerbahn eine große Bedeutung und Anziehungskraft weit über die Landkreise Vulkaneifel und Cochem-Zell hinaus besitzt, zeigt sich an den zahlreichen Teilnehmern. So kamen die Gründungsmitglieder nicht nur aus der Region und dem Land Rheinland-Pfalz, sondern darüber hinaus auch aus den angrenzenden Bundesländern. Auch erhielt der Verein bereits im Vorfeld der Gründung zahlreiche Angebote der Unterstützung aus dem gesamten Bundesgebiet.
Gestartet wurde die Initiative zur Gründung des Vereins vor einem Monat, am 16. März 2019 mit dem Start der Homepage und den ersten Posts auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen. Aufgrund der großen Resonanz auf die Initiative konnte bereits zwei Wochen später mit den Planungen zur Gründungsversammlung begonnen werden.
Das Vereinsziel, die Wiederinbetriebnahme der Eifelquerbahn, eröffnet der Region eine Vielzahl von Möglichkeiten. So zeigten die bis 2012 durchgeführten Freizeitverkehre wie mit einem interessant gestalteten Angebot der Tourismus von der Eifelquerbahn profitieren kann. Wie wichtig dies auch heute noch für die Region ist, zeigt das aktive Engagement des Verkehrsvereins Ulmen e.V. für den neu gegründeten Verein. Auch die Kombination von Bahn + Rad bietet einen großen Vorteil, so beginnt im Bahnhof Daun einer der schönsten Radwege Deutschlands, der Maare-Mosel-Radweg, welcher über die Bahn für Touristen auf einfache und stressfreie Weise zu erreichen wäre.
Bahnsteig in Ulmen
In Zeiten, in denen das Thema Verkehrswende, getrieben durch Dieselskandal, immer mehr und längere Staus sowie den Weggang der Jugend aus den ländlichen Regionen eine immer größere Bedeutung gewinnt, ist eine funktionierende Infrastruktur abseits des Individualverkehrs von immenser Bedeutung für die Zukunft der Region. Über die Anbindung der Eifelquerbahn an Gerolstein und Andernach lassen sich die Großräume Trier, Koblenz oder Köln auch bequem über die Schiene erreichen. Mit einem abgestimmten Bus- und Bahnangebot kann die gesamte Region von einer durchgängig reaktivierten Eifelquerbahn profitieren. So können die umliegenden Dörfer durch ein optimiertes Busangebot direkt mit den beiden größten Bahnhöfen der Region, in Daun und Ulmen verknüpft werden.
Dass der Verein mit diesen Ansichten nicht alleine ist, zeigt das Interesse mehrerer Eisenbahnunternehmen an der Strecke. So haben im aktuellen Ausschreibungsverfahren mindestens zwei Eisenbahnunternehmen, die beide in Kontakt mit dem Verein stehen, ihr Interesse zur Übernahme der Infrastruktur gegenüber der DB Netz AG bekundet. Dies ist zum einem die Brohltal-Schmalspureisenbahn Betriebs-GmbH aus Brohl-Lützing, die mit dem Betrieb des „Vulkan-Expreß“ über eine mehr als 30-jährige Erfahrung in diesem Bereich verfügt. Zum anderen ist dies die Eifelbahn Verkehrs GmbH aus Linz. Sie ist seit gut 20 Jahren Betreiber der Kasbachtalbahn von Linz nach Kalenborn und hat erst Anfang April die Betriebsgenehmigung für die ersten Abschnitte der Brexbachtalbahn erhalten.
Bahnsteig in Daun
Als erstem Schritt hat der neue Verein geplant, die Öffentlichkeit rund um die aktuelle Situation der Eifelquerbahn und ihrer Perspektiven aufzuklären, um das Projekt gemeinsam mit möglichst vielen Unterstützern anzugehen. Hierzu werden u. a. Flyer und Plakate flächendeckend verteilt. Parallel dazu laufen die weiteren Vorbereitungen zu ersten Arbeiten an der Strecke, um zeitnah nach dem Übergang der Infrastruktur an einen neuen Betreiber z.B. mit dem Freischneiden der Gleise beginnen zu können.
Pressemitteilung des Eifelquerbahn e. V. vom 18. April 2019
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/04/20190416_181509-e1555573877835-1.jpg7101920Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-04-18 08:32:562025-01-01 21:10:50Neue Perspektiven für die Eifelquerbahn
Aktuell sind fast täglich Meldungen aus den Landkreisen und Verbandsgemeinden in der Presse zu lesen, dass diese sich für den Kauf und Abbau der Eifelquerbahn sowie der Errichtung eines Radweges auf der Strecke aussprechen.
Hierbei wird häufig der Eindruck erweckt, dass mit den Beschlüssen die notwendigen Voraussetzungen für den Bau des Radweges bereits geschaffen wären.
Dies ist allerdings nicht der Fall. Für den Bau eines Radwegs wären folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
Es findet sich in dem aktuell laufenden Verfahren tatsächlich kein neuer Infrastrukturbetreiber und die Strecke wird formal stillgelegt.
Im Anschluss wird das sog. Entwidmungsverfahren erfolgreich durchgeführt, welches die Streckengrundstücke aus dem Eisenbahn-Fachplanungsrecht in die kommunale Planungshoheit überführt. Hierzu sind hohe Hürden zu überwinden, z.B. ist nachzuweisen, dass aktuell und zukünftig mit keinerlei Verkehrsbedürfnissen im Eisenbahnverkehr zu rechnen ist. Allein der gültige Reaktivierungsbeschluss für den SPNV steht dem bereits entgegen.
Ohne Entwidmung wäre theoretisch zwar auch ein Radwegebau möglich, die Kommunen riskieren aber jederzeit, dass sie die Strecke zwar gekauft, letztlich aber einem Bahnbetreiber zur Verfügung stellen müssen (vgl. Gerichtsentscheidungen rund um die Wiehltalbahn).
Die Kreise erhalten tatsächlich eine hohe Förderung und eine haushaltstechnische Genehmigung der ADD zum Bau des Radweges, die bislang für den Kauf der Strecke zur Eisenbahnbetriebszwecke stets versagt worden war.
Wie man sieht ist die die Lage auch nach den Kreistagsbeschlüssen nicht so eindeutig, wie dies vielfach dargestellt wird.
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/04/20190330_163440-e1554119835172.jpg14401920Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-04-05 06:00:012025-01-01 21:05:17Hinweis zu den aktuellen Pressemeldungen zum Thema Radweg
Die landschaftlich äußerst reizvolle Eifelquerbahn zwischen Kaisersesch, Ulmen, Daun und Gerolstein soll nach dem Willen der DB Netz AG stillgelegt werden. Gegen den endgültigen Verlust dieser bedeutenden Bahninfrastruktur regt sich nun Widerstand. Ein neuer Verein soll die Kräfte bündeln.
Aktuelle Entwicklungen
Bereits im siebten Jahr ruhen zur bevorstehenden Sommersaison 2019 die touristischen Freizeitverkehre mit Schienenbussen auf der die Eifel in Ost-West-Richtung durchziehenden Eifelquerbahn. Im Zweistundentakt konnten Ausflügler bis Ende 2012 im Anschluss an die RegionalBahnen aus Andernach und Mayen ab Kaisersesch die Vulkaneifel erkunden – ob zum Ulmener Maar, zum Mosel-Maare-Radweg bei Daun oder in die Brunnenstadt Gerolstein, die „roten Brummer“ erschlossen die Region zwischen Rhein und Kyll! Selbst die Reaktivierung des täglichen Nahverkehrs im Stundentakt war nach einem Beschluss des zuständigen Zweckverbands SPNV-Nord schon beschlossene Sache.
Gründung eines Vereins geplant
Um an die seinerzeitigen Erfolge anzuknüpfen und die nun drohende dauerhafte Stilllegung der Strecke abzuwenden, befindet sich aktuell ein neuer Verein in Gründung, mit der Absicht, einen neuen Streckenbetreiber ehrenamtlich bei der Herrichtung der Eifelquerbahn zur Wiederaufnahme des Bahnbetriebs zu unterstützen. Ziel ist der Erhalt der gesamten Strecke Kaisersesch – Gerolstein als verkehrlich bedeutende Eisenbahninfrastruktur sowie in einem ersten Schritt die Wiederinbetriebnahme des Teilstücks Kaisersesch – Ulmen (– Daun), auf dem die Infrastruktur in recht gutem Zustand ist.
Die Gründung des Vereins und die Werbung interessierter Mitglieder wird über die Internetseite www.eifelquerbahn.com organisiert und gebündelt. Interessierte haben dort die Möglichkeit, sich der Gruppierung anzuschließen und so ihren Beitrag zum Erhalt dieser einmaligen Strecke zu leisten!
Positivbeispiel: “Vulkan-Expreß”
Was ehrenamtliches Engagement bewegen kann, zeigt seit mehr als 40 Jahren die Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e. V.. (IBS) wenige Kilometer nördlich. Als die schmalspurige Brohltalbahn 1987 stillgelegt werden sollte, gründeten zukunftsgewandte Eisenbahnfreunde einen Verein, der die Brohltal-Eisenbahn GmbH anfangs beim Betrieb des „Vulkan-Expreß’“, in der Werkstatt und bei der Gleisinstandhaltung ehrenamtlich unterstützte und 1992 den Betrieb letztlich über eine eigene Betriebs-GmbH vollständig übernommen hat!
Das Erfolgsmodell „Vulkan-Expreß“ hat sich seither zu einem überregionalen Tourismusmagneten mit jährlich bis zu 80.000 Fahrgästen entwickelt! Mit fast täglichen Fahrten ist der kleine Zug heute aus dem touristischen Angebot der Vulkanregion Laacher See nicht mehr wegzudenken und bietet nicht zuletzt 21 Arbeitsplätze.
Im Wissen um den Wert und die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements begleitet der Vorstand der IBS die Übernahmeverhandlungen verschiedener interessierter Infrastrukturunternehmen mit der DB Netz AG derzeit konstruktiv und unterstützend. Eine Aufgabe und Stilllegung dieser wichtigen und Netzwirkung entfaltenden letzten Verbindungsstrecke zwischen der linken Rheinstrecke und der Eifelstrecke Köln – Trier ist aus Sicht der IBS weder sinnvoll noch zeitgemäß. Wer einer Verkehrs- und Energiewende glaubwürdig das Wort reden möchte, kann nicht gleichzeitig den Abriss dieser Strecke befürworten und allen Ernstes einen Radweg fordern!
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/03/CIMG4357.jpg15362048Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-03-25 12:46:332025-01-01 21:04:17IBS unterstützt Bestrebungen zum Erhalt der Strecke Kaisersesch – Gerolstein
Unser Flyer ist da – Ihr wollt uns unterstützen und habt ein eigenes Geschäft, einen guten Draht zum lokalen Einzelhandel oder sonstige Möglichkeit die Flyer im Raum Mayen, Kaisersesch, Ulmen, Daun oder Gerolstein an geeigneten Plätzen auszulegen. Dann meldet euch bei uns, wir freuen uns über eure Unterstützung um unsere Vereinspläne bekannter zu machen.
https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2019/03/flyer-efq.jpg641912Eifelquerbahn e.V.https://www.eifelquerbahn.com/wp-content/uploads/2024/11/eqb-logo-banner-transparent.pngEifelquerbahn e.V.2019-03-22 12:00:432025-01-01 17:04:54Unser Flyer ist da
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.